Autor Fallada, Hans (Rudolf Ditzen) rororo #1
  Deutschland
Titel Kleiner Mann, was nun?
   
   
Umschlaggestaltung Gröning, Karl jr.
Pferdmenges, Gisela
rororo Taschenbuch Ausgabe 1
  Kleines Format 11.5 x 17.5 cm
Spätere Auflagen im größeren Format neu gesetzt und mit leicht geändertem Einband
In einmaliger Sonderausgabe zum 100. Geburtstag des Verlegers Ernst Rowohlt am 23. Juni 1987 neu aufgelegt.
Auflage(n) 1.-50. Tsd. 05/1950
183. Tsd. 01/1955
 
290 Seiten
dt. Erstausgabe Berlin: Rowohlt, 1932
Gerade heute wieder, da wir alle aufs neue eine Nachkriegs- und Notzeit erleben, wie sie die kleine Familie dieses Romans in Liebe und Leid besteht, kommt dieses Buch, das eine Weltauflage von über einer Million erreichte, in zwanzig Sprachen übersetzt und zweimal verfilmt wurde, als Trost für viele Hunderttausende zur rechten Zeit in einer für jeden erschwinglichen Ausgabe wieder heraus.
   Mit wunderbarer Wärme und Zartheit wird in ihm eine Ehe unter kleinen Leuten beschrieben. Zwei Menschen bewahren sich im zermürbenden Lebenskampf alle Sehnsucht und allen Glauben und Deweisen damit, daß Güte und Liebe auch in der schlimmsten Zeit nicht untergehen. Unzählige werden sich auch heute wieder in den Gestalten dieses Romans erkennen, der zum erstenmal gültig für alle das Geschick der Namenlosen, der kleinen Leute aus dem Volke, gestaltet und gedeutet hat.
   Zwei Dichterurteile
Carl Zuckmayer: Eine Dichtung, die eine Welt voll Enge und Dumpfheit so zart und stark gestaltet, daß sie erlöst wird aus ihrer Finsternis und Glanz und Wärme bekommt: den Glanz der heimlichen Hoffnung, die Wärme der Liebe.
Hermann Hesse: Ein Buch vom armen, geduldigen kleinen Mann, der zwischen der Not seines bedrückten Lebens und den Werbungen der Parteien sich an das einzige hält und klammert, was er als wirklich, als Leben inmitten von all dem Papier und Schwindel erkennt, an seine Frau, an sein Kind, an sein bißchen bedrohtes Glück und Menschentum.
   Der Dichter Hans Fallada wurde am 21. Juli 1893 in der kleinen Universitätsstadt Greifswald als ältester Sohn eines Landrichters geboren. Viele Jahre hindurch übte er die verschiedensten Berufe aus: Landwirtschaftlicher Beamter und Buchhalter. Kartoffelzüchter und Nachtwächter, Adressenschreiber, Getreidehändler und Anzeigenwerber. Zwischen 1919 und 1920 schrieb er zwei heute vergessene Romane. Dann schwieg er jahrelang, und erst 1931 erschien sein erster erfolgreicher Roman "Bauern, Bonzen und Bomben", dem ein Jahr später der Roman "Kleiner Mann - was nun?" folgte, der ihm Weltberühmtheit gewann. Viele erfolgreiche Bücher sollten ihm nachfolgen, die ihren Verfasser schließlich zum volkstümlichsten deutschen Autor der Gegenwart und zu einem lebendigen Chronisten unserer Zeit machten. Bald nach Kriegsende starb der Dichter überraschend in Berlin, das viele seiner Romane unvergeßlich beschrieben haben.