Autor Fallada, Hans (Rudolf Ditzen) rororo #1
  Deutschland
Titel Kleiner Mann, was nun?
   
   
Umschlaggestaltung Gröning, Karl jr.
Pferdmenges, Gisela
rororo Taschenbuch Ausgabe [ohne Nummer]
  einmalige Sonderausgabe zum 100. Geburtstag von Ernst Rowohlt am 23. Juni 1987
  310 Seiten
dt. Erstausgabe Berlin: Rowohlt, 1932
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Mit wunderbarer Wärme und Zartheit wird in diesem Roman, den Hermann Hesse «das Buch vom armen, geduldigen kleinen Mann» nannte, eine Ehe beschrieben, die sich in den Nachkriegs- und Notjahren in Liebe und Leid bewährt. Zwei Menschen erhalten sich im zermürbenden Lebenskampf alle Sehnsucht und allen Glauben und beweisen damit, daß Güte und Treue auch in der schlimmsten Zeit nicht untergehen müssen. Unzählige werden sich auch heute wieder in den Eheleuten dieses Romans, in Pinneberg und seinem «Lämmchen», erkennen, der gültig für alle das Geschick der Namenlosen aus dem Volke gestaltet und deutet.
Hans Fallada (eigtl. Rudolf Dietzen), der volkstümlichste deutsche Erzähler der Epoche nach dem Ersten Weltkrieg, wurde am 21. Juli 1893 in Greifswald geboren. Nach humanistischer Vorbildung war er in verschiedenen Berufen tätig. 1931 erschien sein erster erfolgreicher Roman «Bauern, Bonzen und Bomben» (rororo Nr. 651), eine zeitnahe Darstellung Deutschlands um 1930. Sein Arbeitslosenroman «Kleiner Mann - was nun?» (rororo Nr. 1) machte ihn weltberühmt. Nach dem Zweiten Welttkrieg zog Hans Fallada nach Berlin, wo er am 7. Februar 1947 starb. Über sein Leben berichtete er in «Damals bei uns daheim» (rororo Nr. 136) und «Heute bei uns zu Haus» (rororo Nr. 232).
Als rororo-Taschenbücher erschienen von Hans Fallada außerrdem: «Wer einmal aus dem Blechnapf frißt» (Nr. 54), «Der Trinker» (Nr. 333), «Jeder stirbt für sich allein» (Nr. 671), «Wolf unter Wölfen» (Nr. 1057), «Kleiner Mann, Großer Mann - alles vertauscht» (Nr. 1244), «Ein Mann will nach oben» (Nr. 1316), «Lieschens Sieg» (Nr. 1584), «Zwei zarte Lämmchen weiß wie Schnee» (Nr. 1648), «Wir hatten mal ein Kind» (Nr. 4571) und «Süßmilch spricht» (Nr. 5615).
In «rowohlts monographien» erschien als Band 78 eine Darstelllung Hans Falladas mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten von Jürgen Manthey, die eine ausführliche Bibliographie enthält.