Autor Camus, Albert rororo #15
  Frankreich | Nobelpreis 1957
Titel Die Pest
  La peste
Übersetzung Meister, Guido
Meister, Gertrud
Umschlaggestaltung Gröning, Karl jr.
Pferdmenges, Gisela
rororo Taschenbuch Ausgabe 15
  Kleines Format 11.5 x 17.5 cm
Spätere Auflagen im größeren Format mit 181 Seiten
In einmaliger Sonderausgabe zum 100. Geburtstag des Verlegers Ernst Rowohlt am 23. Juni 1987 neu aufgelegt.
Auflage(n) 1.-50. Tsd. 11/1950
163. Tsd. 11/1956
 
249 Seiten
dt. Erstausgabe Düsseldorf: Rauch, 1948
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ALBERT CAMUS, Existentialist religiös-ethischer Prägung und philosophischer Gegenspieler Jean-Paul Sartres, gehört nicht nur mit seinen philosophischen Essays und seinem dramatischen Werk, sondern auch mit seinen Romanen "Der Fremde" und "Die Pest" (der hier vorliegt) zu den bedeutendsten literarischen Erscheinungen unserer Zeit. 1913 in Algier geboren, lebte er dort bis 1940. In Algerien spielt auch der vorliegende Roman, die Chronik eines tragischen Kollektivschicksals. In der nordafrikanischen Stadt Oran bricht eine furchtbare Seuche aus, die nach allen Erwartungen der modernen Medizin und Hygiene für immer aus den zivilisierten Regionen verbannt schien. Die sich unerbittlich ausbreitende Todesepidemie bestimmt allmählich das gesamte öffentliche und private Leben der von der Außenwelt völlig abgeschnittenen Stadt und verändert es unausweichlich in allen seinen Schichten und Milieus. Unter ihrem Verhängnis stehen Tapfere und Verzagte, Gläubige und Atheisten, Gezeichnete und Überlebende. So außerordentlich wirklichkeitsnah und überzeugend das Werk in der dichterischen Darstellung ist: es ist zugleich ein großartiges Sinnbild des apokalyptischen Grauens, das der Einzelmensch angesichts der maßlosen kollektiven Verhängnisse unserer Zeit empfinden muß. Der Leser nimmt aber die Gewißheit mit, daß auch das scheinbar unentrinnbare Schicksal vom Menschen gemeistert werden kann: durch Mut, Willenskraft und Nächstenliebe.